Olivenernte und so weiter

Sonntag, 8. Januar 2017

Frisch gebacken ist ganz gewonnen... oder so




Nachdem der Gatte heute Morgen beim Schnee schieben feststellen musste, dass alles vereist ist, haben wir spontan auf die sonntägliche Fahrt zum Bäcker verzichtet und etwas - zumindest für uns - völlig spektakuläres gemacht: Wir haben selbst gebacken und zwar nicht irgendwas, sondern einen Hefezopf!

Da wir über keinerlei Hefezopfbackerfahrung verfügen (es sei denn, Pizzateig machen zählt...), haben wir mal ein bißchen im Netzt geguckt, einzige Voraussetzung war es für mich, dass Quark verwendet wird, denn wir hatten noch ein Töpfchen von einem Weihnachtsfrühstück über und wir essen beide keinen Quark auf dem Brot und backen eigentlich ja auch nie.

Von der Recherche inspiriert haben wir den Teig folgendermaßen gemacht (da der Gatte nie abwiegt, sind das alles so piemaldaumen-circa-Angaben):

1 Würfel frische Hefe
1 Eigelb
300 g Mehl
Milch
O-Saft
frische Vanille 
60 gZucker
Salz
250 g Quark
80 g weiche Butter

Die Hefe mit einer Prise Zucker in etwas Milch auflösen, den Quark, die Butter und mit und mit das Mehl hinzugeben, mit Milch und einem Schuss Orangensaft die richtige Konsistenz erkneten, ein Ei trennen und das Eigelb hinzugeben, mit Zucker, Salz und Vanille abschmecken - alles sehr gut verkneten und schon ist es Zeit für eine Pause :-). Den Teig dann mit einem Handtuch abdecken und einen warmen Platz stellen, damit er sich dort in ca. 40 Minuten verdoppeln kann.

Wir haben die Zeit genutzt, um den Weihnachtsbaum abzuschmücken und in Einzelteile zu zerlegen.

Wenn der Teig ausreichend aufgegangen ist, kommt der für uns etwas mysteriöse Teil des Flechtens, aber auch hier hilft ja das Internet. 

Zugegebener Maßen wird unser Zopf keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber das schadet ja zum Glück dem Geschmack nicht. Wir hätten es uns natürlich auch einfacher machen können und einfach mal mit drei Strängen starten können, aber nein, es mussten natürlich vier sein...

Den Teig also in vier (oder eben drei) Portionen teilen, daraus vier Rollen formen und diese dann miteinander verflechten, dann den Zopf noch einmal 20 Minuten gehen lassen und den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.


Bevor ihr den Zopf dann für 30-40 Minuten in den Backofen schiebt, sollte man ihn wohl noch mit Eigelb einpinseln, da wir nur noch das Eiweiß über hatten, haben wir das genommen, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob das nicht dazu geführt hat, das unser Zopf doch recht dunkel geworden ist.

Bei uns haben auch 30 Minuten im Backofen völlig ausgereicht, wir haben ihn dann noch etwas ruhen lassen und dann mit Butter UND Erdbeermarmelade gegessen - suuuuper lecker und - abgesehen von der Zeit, die der Teig zum aufgehen und ruhen braucht - super einfach und schnell.

Den Zopf wird es auf jeden Fall noch mal geben. Als hochprofessionelle Backbloggerin habe ich direkt mal ein Photo vom fertigen Zopf vergessen, aber zum Glück immerhin noch ein Photo gemacht bevor ich das letzte Stückchen aufgegessen habe...

1 Kommentar: